PictureOn 2022 - Tag 1

Das PictureOn Festival, angesiedelt in burgenländischen Bildein, fand heuer zum 20. Mal in statt. Für ausgelassene Stimmung sorgten Acts wie New Model Army, Moop Mama, Marla Glen, The Subways, Nest of Plagues und Monokay.

PictureOn 2022
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12. August 2022
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Bildein

Kleiner wie so manches andere Festival, doch deswegen nicht weniger fein, so präsentierte sich das PictureOn nach zweijähriger Pause. Dieses Jahr gab es zusätzlich noch ein Jubiläum, denn das Festival fand zum 20. Mal statt. Auch das Wetter präsentierte sich von seiner sonnigen Seite.

Zum Einstieg konnte man neben dem Eingang auf einem großen Plakat alle bisherigen Line-Ups des Festivals bewundern. Quasi ein "trip down memory lane".
Viele bekannte Namen waren da im Vorbeigehen zu lesen, doch auch 2022 durfte man über das Programm nicht meckern. Schräg und bunt, Alternative und Mainstrean - für Alle was dabei.

Die österreichische Band Monokay, begrüßte mit Rockmusik mit viel Energie das nach und nach wachsende Publikum. Die Ungarische Indipendent Death-Metal Band Nest of Plagues, trug ihre Songs größtenteils auf Ungarisch vor. Für manche Besucher*innen vielleicht erst ungewohnt, doch gerade in Zeiten wie diesen, ist es schön, wenn Zeichen wie diese gesetzt werden und die Mehrsprachigkeit hervorgehoben wird.
Das Trio aus Budapest überzeugte und den Dank der Band für den Applaus  "köszönöm szépen"  verstanden alle.

Nicht weniger energiegeladen,  allerdings mit einem vollkommen anderen Sound, begeisterte der/die* amerikanische Sänger*n Marla Glen. Nach Tonproblemen während des ersten Songs merkte er*sie selbstkritisch an "Sorry, I have no voice", nur um dann voller Energie ein mitreißendes Set vorzutragen mit tiefgründigen Songs wie "The Cost of Freedom" oder "Who's to Blame".

Abwechlungsreich ging es  mit der Brass-Band Moop Mama weiter. Bei der Vorbereitung der Stage schürte schon der Aufbau von drei Schlagzeugen bei den
Besucher:innen - die die Band noch nicht kannten- die Neugier auf die musikalische Darbietung. Mit einem Tipp auf moderne Volksmusik, da die 10 Musiker von Moop Mama unter anderen mit Trompeten, Saxofonen und Posaunen die Stage betraten, lag man weit daneben. Als dann noch Rapper Rapper Keno Langbein loslegte, war die Überraschung perfekt. Wortgewaltig und mit viel Elan performte die Band, die schon mit Sportfreunde Stiller auf Tour waren, sozialkritische Songs wie "Alte Männer" und "Feuer mich".

Mit erdigen Rock aus England heizte abschließend New Model Army die Stimmung unter den Besucher:innen in der schon kühlen Sommernacht an. Von ihren Opener "I love the World" über "No Greater Love" bis "Maps" aus ihren letzten Album "From Here" performten die Musiker aus Bradford souverän und enttäuschten keinen der Fans, die noch zahlreich bis in die frühen Morgenstunden vor der Stage mitrockten.

Alles in allem ein gelungener Auftakt, der Lust auf den zweiten Tag und auf den angekündigte Überraschungsact machte.

 

 

Thomas Löger

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