FM5 hat für euch am 19. Szene Open Air die Gelegenheit gehabt mit der äußerst sympathischen Judith von Wir sind Helden zu sprechen...
FM5: Um euch ist es ja in letzter Zeit ziemlich ruhig
geworden. Warum ist das so?
Judith: Wir reisen ja mit Baby und sind dadurch nicht so unfassbar
fleißig gewesen. Wir haben dadurch ungefähr halb soviel gemacht. Halb so viele
Konzerte, halb so viele Interviews und es eher entspannt angehen lassen.
Ehrlich gesagt amüsieren wir uns dabei außerordentlich gut. Dazu muss man noch
sagen, dass uns unsere Plattenfirma unterm Arsch Pleite gegangen ist und das
unserer Platte nicht besonders gut getan hat da sie nicht besonders toll
bearbeitet wurde.
Ihr seid ja eine Band die es mehr oder weniger aus
eigener Kraft geschafft hat. Was haltet ihr daher von Shows wie Deutschland
sucht den Superstar?
Ich muss sagen, dass wenn das nicht der Bohlen machen würde,
sondern jemand der wirklich was mit Musik zu tun hat, dann hätte ich überhaupt kein
Problem damit (lacht). Ich kuck das in den letzten Runden eigentlich sehr
gerne, denn ich habe relative viele Freunde die so reine Interpreten sind, wie
zum Beispiel beim Musical. Ich habe ein Herz für so was. Ich gehe auch gern zu
Karaoke. Für mich ist DSDS praktisch „Karaoke – Die Fernsehsendung“. Das
einzige was man sich echt sparen kann sind diese menschenfeindlichen ersten
Runden, in denen es halt nur darum geht sich über Leute lustig zu machen.
Glaubst du, dass du eine Chance hättest wenn du mitmachen
würdest?
Nein. Dort treten ja wirklich nur reine Interpreten an, bei
denen es darum geht, dass sie möglichst alles singen können. So eine Stimme
habe ich gar nicht.
Euch gibt es ja mittlerweile schon einige Jahre. Was
müsste passieren damit ihr eure Karriere beendet?
Wenn es keinen Spaß mehr machen würde. Ich hoffe sehr, dass
es so gut weiterfunktionieren wird mit Kind, oder irgendwann auch Kindern zu
touren. Wir sind eine Band der Freundschaften und Familie äußerst wichtig sind
und wir würden uns jetzt nicht für ein Rock’n’Roll Leben entscheiden das nicht
mit einem normalen Leben vereinbar wäre.
Was wäre euer Plan B gewesen, wenn ihr es nicht soweit
geschafft hättet?
Also ich glaube ich hätte wahrscheinlich irgendetwas anderes
geschrieben. Ich komm ja praktisch vom Schreiben. Ich hätte wahrscheinlich auch
immer irgendwie Musik gemacht. Nur halt auf einem anderen Niveau. Vielleicht
Romane geschrieben oder zur Not für eine Zeitung.
Warum zur Not?
Ich habe mal für eine Zeitung geschrieben und zur Not weil
man das ja nicht unbedingt singen kann (lacht).
Wie ist es bei dir? Wie schreibst du deine Lieder? Setzt
du dich hin und denkst dir ich will jetzt ein Lied schreiben oder überkommt dich
das einfach?
Also die Lieder schreiben wir alle sehr gleichmäßig
verteilt, die Texte schreibe ich und das sehr unterschiedlich. Also es gibt
Momente da springt mich irgendetwas an. Das trage ich dann aber manchmal noch
drei Monate mit mir rum. Oft gibt es eben Phasen die sind irrational, und sehr
wenig zu planen in denen Inspiration kommt. Aber es gibt schon auch Momente in
denen man sich hinsetzt und quasi Handwerklich an die Sache herangeht und sich
denkt jetzt setzte ich mich hin und schreib die Sache fertig.
Wenn wir gerade bei euren Liedern sind. Was ist
eigentlich dein persönliches Lieblingslied von euch?
Schwierig (überlegt). Auf der aktuellen Platte würde ich
sagen An die Arbeit und Stiller. Weil das zwei Pole für mich
sind. Das würde mir spontan einfallen. Es ist einfach schwer zu sagen (lacht).
Gibt’s auch einen Song der dir gar nicht mehr gefällt,
den du eigentlich gar nicht mehr performen willst?
Nein, eigentlich nicht. Es gibt manche die aus bestimmten
Gründen schwer zu spielen sind. Bei denen es schwer ist meinen Gesang mit dem
Gespielten auf der Gitarre zu verbinden. Das sind dann auch oft die Songs die
nie wirklich rund laufen und bei denen es schwer ist mich zu entspannen. Einer
davon ist zum Beispiel Soundso.
Wie du vorher schon gesagt hast, euer Kind ist ja immer
mit auf Tour. Wie managet ihr dass, wenn das Kind einmal in die Schule muss?
Das wird schwierig und wir wissen es ehrlich gesagt auch
noch nicht wirklich. Vielleicht eine Schulferientour (schmunzelt)?
Glaubst du das ihr strenge Eltern seit?
Nicht wirklich. Aber auch nicht antiautoritär. Wir haben
schon das Gefühl, dass es wichtig ist, gerade weil er was die Orte angeht ein
sehr unregelmäßiges Leben hat und man Regelmäßigkeiten setzten muss damit er
Sachen hat auf die er sich verlassen kann.
Hat man als Held eigentlich auch Schwächen?
Ach ja klar. Tausende. Der Name Wir sind Helden ist
ja von Anfang an ironisch gemeint gewesen und es ist uns klar, dass der
natürlich besser funktioniert hätte bei einer Band die kein Schwein kennt
(lacht).
Was wollt ihr in eurem Leben noch erreichen? Du hast ein Kind, eine Familie und eine erfolgreiche Band. Gibt es da überhaupt noch
etwas das man schaffen will?
Ich denke ein Traum von uns ist es, dass wir uns als Band
auf Jahre oder sogar Jahrzehnte etablieren und immer wieder interessante
künstlerische Entscheidungen treffen.
Also ist noch kein Ende in Sicht?
Nein nicht wirklich. Wir machen jetzt erstmals eine längere
Pause, weil wir einfach körperlich schon ziemlich fertig sind (lacht). Aber im
nächsten Frühjahr fangen wir dann wieder an. Dann geht’s wieder los.
Danke!
ein ganz ganz böser Mensch :D
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There's probably no god.
- metal for the masses -
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Warum eigentlich...?
Judith Holofernes
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hä?
[antworten]
Holofernes...
...ist eine Figur aus dem Buch Judith (Bibel).
Judith enthauptet den Heerführer Holofernes sogar.
"Sehet, dies ist das Haupt des Holofernes, des Feldmarschalls der Assyrer, und sehet, das ist die Decke, darunter er lag, als er trunken war. Da hat ihn Jahwe, unser Gott, durch Weibeshand umgebracht.“ (Buch Judith 13,15)
Ich hab letztes Jahr das Drama "Judith" von Friedrich Hebbel gelesen, wo ich dann bemerkt hab, woher der Künstlername kommt.
Liebe Grüße.
xx
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Und nicht...?
Salome Johannes
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spielst du...
...hier etwa auf die Königin Salome Alexandra von Judäa
und ihren Sohn Johannes Hyrkanos II. an?
:)
name droping! yeah!
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Nein, sondern...
Die Gattin (und Schwägerin!) des Herodes wünschte den Tod Johannes des Täufers, konnte ihren Mann jedoch nicht überzeugen, ihn töten zu lassen. Die Tochter der Herodias, Salome, betörte ihn mit einem Tanz, sodass er ihr einen Wunsch erfüllen würde.
So stehts geschrieben, im Neuen Testament.
Seither streckt uns Salome in einigen Gemälden die Johannes-Schüssel entgegen, eine Schale auf welcher der Kopf des Johannes liegt.
Manche Gemälde lösen bei Kunsthistorikern Diskussionen aus, um welche Darstellung es sich handle, die der Salome mit dem Kopf des Johannes, oder eine der Judit mit dem Haupt des Holofernes.
Warum also Judith Holofernes? Hat sie das noch nie jemand gefragt?
Möchte fast sagen, das ist so ähnlich, - bitte nicht gleich schreien:" Blödsinn, der eine hat die andere doch gar nicht umgebracht; und überhaupt ist das eine aus der Bibel und das andere aus dem richtigen Leben!" - so ähnlich wie Marylin Manson.
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warum..
weiß man sowas?? ^^
[antworten]
Weil...
es die Welt ein kleines Stückchen interessanter macht.
[antworten]
...so ähnlich wie Marilyn Manson.
[antworten]