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Gossip Girl meets Kaiser Chiefs

  • Kaiser Chiefs Peanut
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FM5 traf sich mit Peanut, dem Keyboarder der Kaiser Chiefs, vor ihrem Konzert in Wien, um über die neuesten Gerüchte, Tina Turner-Bashing und die Zukunft der Band zu plaudern.

Wenn's in der Gerüchteküche brodelt, sind die Kaiser Chiefs nicht weit, denn in der letzten Zeit fand man einige Meldungen in den Klatschblättern und Zeitungen was die Zukunft der fünf Jungs aus Leeds betrifft. Was daran wahr ist, wollte Das Freie Magazin FM5 selbst von der Band hören und traf sich vor ihrem Konzert in Wien mit Peanut, dem Keyboarder der Kaiser Chiefs, um über die neuesten Gerüchte, Tina Turner-Bashing und die Zukunft der Band zu plaudern.

FM5: Wie geht’s dir und wie war die Tour bis jetzt für euch?

Peanut
: Wirklich toll. Okay, das hört man wahrscheinlich von jeder Band, aber ganz ehrlich, wir haben eine großartige Zeit. Touren ist im Moment besser, als je zu vor. Es kommen so fantastische Leute zu unseren Konzerten und wir sind total begeistert und glücklich.

Ich muss das jetzt einfach ansprechen: Es gibt da einige Gerüchte um die Kaiser Chiefs und ihre Zukunft.


Oh ja, das stimmt, ich hab da selbst schon ein paar Dinge gehört...

Was stimmt denn daran, dass ihr total enttäuscht darüber seid, dass das Album nicht den erhofften Erfolg eingebracht hat?

Ehrlich, ich weiß nicht, warum das überall verbreitet wird. Es war eine einzige Klatschzeitung in Großbritannien, die das geschrieben hat und plötzlich steht das überall. Ich weiß nicht ob das jemand von uns gesagt hat. Wenn, war es sicher nicht so drastisch gemeint, denn wir haben eine tolle Europa-Tour, wir haben eine extra Tour daheim im UK, wir gehen nach Australien und Singapur. Uns geht es großartig und ich glaube, das war nur eine kleine Bemerkung, die groß aufgeblasen wurde. Irgendein Idiot schreibt irgendetwas und wir stehen wieder einmal in Erklärungszwang, das ist eigentlich ziemlich lästig. Aber um noch einmal zur Frage zurück zu kehren: Nein, wir sind weder enttäuscht, noch sonst was.

Aber es stimmt, dass ihr eine längere Pause geplant habt?

Ja, die machen wir nach dem Sommer, aber das war von Anfang an der Plan. Es nervt ein wenig, dass jetzt jeder glaubt, das hätte etwas damit zu tun, dass wir deprimiert wären. Aber so ist das mit den Medien, die machen manchmal so ein Chaos.

Die Fans müssen also keine Angst haben, dass das hier das Ende sei?

Nein. Wir haben drei Alben heraus gebracht. Die letzten dreieinhalb Jahre waren ziemlich stressig, also haben wir beschlossen, dass wir nach der Tour nicht gleich das nächste Album schreiben und aufnehmen. Wir wollen jetzt einfach Mal unser Leben genießen und Zeit mit unseren Freunden und Familien verbringen. Wir haben keinen genauen Zeitplan, wir werde einfach wieder Songs schreiben, wenn die Zeit dafür reif ist und dann werden wir das langsam angehen. Wir hoffen, dass es dadurch vielleicht auch einige Veränderungen bei uns gibt.

Ist es wahr, dass keine weiteren Singles vom neuen Album veröffentlicht werden?

Ich weiß nicht, ich glaube das ist in dem gleichen Artikel gestanden... (lacht) Wir haben ein Lied das wir sehr mögen, es heißt "You Want History", das kommt vielleicht noch als Single, aber das ist alles unsicher. Natürlich ist es nicht gewöhnlich, wenn man nur zwei Singles von einem Album veröffentlicht, aber ich denke, dass sich die Zeiten im  Musikgeschäft geändert haben, weil der Verkauf selbst eigentlich nicht mehr so wichtig ist. Wir machen mit Freunden oft selbst Videos zu unseren Liedern, die laden wir auf unsere Website oder YouTube. Das ist fast das gleiche, wie eine Single raus zu bringen.

Und solche Videos landen auch auf Musiksendern?

Ja, einer unserer Freunde hat uns die ersten zwei Wochen unserer Tour begleitet und Live-Videos gedreht. Er hat sogar für jeden neuen Song ein eigenes gemacht. Das sind Low-Budget-Geschichten, allerdings hat er für "Yout Want History" ein anständiges gemacht. Das landet dann vielleicht sogar auf MTV.

Ihr habt bei Off With Their Heads mit einem neuen Produzenten zusammen gearbeitet. War Mark Ronson im Nachhinein betrachtet der richtige Mann für den Job?

Ja, er war damals die richtige Person und ist es heute noch. Es war sehr cool, wir haben zwei Platten mit Stephen Street gemacht und es war in Ordnung, aber wir wollten eine Veränderung und Mark ist ein Fan von uns und hatte uns in der Vergangenheit schon angeboten etwas mit uns gemeinsam zu machen. Drei Monate später haben wir einige Songs mit ihm aufgenommen, die auf einer EP landen sollten, aber die Songs waren dann so verdammt gut, dass wir sie nicht auf einer EP verschwenden wollten, denn die vergisst doch sowieso jeder. Also haben wir uns fünf weitere Wochen hingesetzt und hatten ein ganzes Album parat.

Der Titel Off With Their Heads klingt aggressiv. Seid ihr wütend?

Nein, überhaupt nicht. Es ist nur eine Zeile eines Songs. Das ist eine nette englische Phrase, ziemlich britisch eigentlich. Wir wollten keinen aussagekräftigen Titel für das Album und wir fanden Off With Their Heads einfach cool, das ist etwas, was man sich merkt, da gibt’s aber keine tiefere Bedeutung.

In einer österreichischen Zeitung steht, ihr wollt heute Abend Tina Turner schlagen, die ja auch ein Konzert gibt. Bist du optimistisch, dass ihr das schaffen werdet?

Wenn du Musiker bist, musst du selbstbewusst sein, da ist es scheißegal, ob nebenan Queen spielt – mit Freddy Mercury natürlich – du musst noch immer raus gehen und selbst wenn der "Kampf"  vielleicht  ungleich ist, wie der zwischen David und Goliath, du musst kämpfen. Es bringt nichts, auf die Bühne zu gehen, den Kopf hängen zu lassen und zu sagen: 'Oh... Tina Turner spielt heute auch....' - wir gehen raus und ziehen unsere Show ab, jede Nacht, weil wir es lieben und nicht weil irgendjemand anderer spielt.

Versteht mich nicht falsch, sie ist eine große Künstlerin und wir mögen sie, aber wir können trotzdem ein bisschen Bashing betreiben...

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Caroline Kaltenreiner

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Christian Stipkovits

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